Texperiment, das Ergebnis: Wie Kommunikation 2010 funktioniert
Vor drei Wochen startete ich per Veröffentlichung in diesem Blog und einem Hinweis darauf bei Twitter ein Experiment: Für unsere Wochenendbeilage “der 7. tag” suchte ich Mitstreiter, die daran mitwirken wollten, Kommunikation im Jahr 2010 darzustellen. Gesagt, getan: Tatsächlich nahmen Dutzende Interessierte Anteil, sammelten in diesem von mir so getauften “Texperiment” gemeinsam in diesem Google-Dokument Notizen, Anekdoten, Hinweise. Hinzu kamen Mails und Hinweise von Lesern, die nicht aktiv teilnehmen wollten, aber etwas Bemerkenswertes beobachtet hatten.
Ein Text, der gemeinsam mit Lesern entstehen sollte: Das ist natürlich ein gewagtes Unterfangen. Zumal viele von uns sehr tief in dieser Welt am Bildschirm stecken. Für die Leser einer Wochenendbeilage galt es vor allem, zu übersetzen und zu erklären. Und es galt trotz des großen Platzes, den drei Seiten im Nordischen Zeitungsformat bieten, viele Dinge wegzulassen. Hinzu kommt, dass für das jahrelang erprobte Format des “7. tags” besondere Formen leseüblich sind wie etwa ein großes Bild auf der ersten Seite, das mit der Überschrift und dem eigentlichen Thema spielt – was wiederum in einer Darstellung im Netz nicht so einfach funktioniert. Die Gestaltung des entstandenen Textes hier im Blog folgt daher etwas anderen Regeln. Aber lest selbst.
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Eine Welt merkwürdiger Worte tut sich auf, wenn man das Leben der ,,digital natives“ erkunden möchte, jener digitalen Ureinwohner, die ganz natürlich mit dem Internet aufwachsen. Sie sind häufig online, lesen viel im Netz und machen sich mit eigenen Beiträgen selbst zum Teil des Netzes. In der Sprache dieser Menschen wird „geliket“, „getweetet“ und „gediggt“– so hinterlässt der Surfer seine Spuren und teilt in „Statusmeldungen“ mit, ob er Single ist oder gerade aus dem Urlaub zurückgekehrt ist. Treten die ,,digital natives“ mit anderen in Kontakt, wird „gegruschelt“, „gexingelt“, sich zum „Twittagessen“ verabredet: Man macht sich digital miteinander bekannt und führt sich gegenseitig in Listen. Und ist man ein Jäger und Sammler von besonders interessanten Veröffentlichungen im Netz oder gar selbst kreativ, dann werden Videos bei YouTube, Fotos bei Flickr hochgeladen und per Twitter neue „Faves“ (Favoriten) verlinkt. Nur das „Chatten“ als Symbol der Internetnutzung aus früheren Jahren wird allmählich ,,Old School“: Livequatschen am Bildschirm wird mehr und mehr etwas für Leute mit zu viel Zeit. Oder für die ganz jungen als Einstiegsdroge.
Kurz: In dieser neuen Welt des Internets wird gefachsimpelt. Über Themen, die längst die Techniknische des einst komplizierten Internets verlassen haben. Mit Techniken, die Woche für Woche komplexer werden. In einer Fachsprache, die Außenstehende kaum verstehen.
Zu ihnen rechnet sich Daniel, Journalist aus Uelzen: Es sei eine Sucht, jederzeit und an jedem Ort mit jedem x-beliebigen Netzjunkie Nichtigkeiten austauschen zu müssen: „Ich schaue wirklich nur von außen auf euer merkwürdiges Treiben – und das reicht mir vollkommen“, sagt der 37-Jährige. Sei man erst einmal drin in dieser wabernden Kommunikationsmaschine, verliere man das Gefühl für sein Gegenüber – und für sich. „Da werden eigene Leistungen schnell mal ein bisschen hochgejazzt, um vorteilhafter dazustehen auf dem virtuellen Jahrmarkt der Eitelkeiten. Wirklich coole Menschen haben eine erfüllte Beziehung, fünf Freunde zum Pferdestehlen, ein schnuckliges Heim und einen prima Job.“
Das sehen viele Teilnehmer des Internets, die mit eigenen Seiten bei Diensten wie Facebook eingetragen sind, anders. Das Menschelnde bleibt nicht automatisch auf der Strecke, nur weil menschliche Verbindungen auf digitalem Weg zustande kommen. Legendär ist das Beispiel jener 90-Jährigen, die an ihrem Geburtstag von der Nichte ein Blog geschenkt bekam, ein Internettagebuch. Der einzige Zweck bestand darin, ihr das Internet zu erklären.
109 Kommentare von vagen Bekannten und vielen Fremden kamen binnen Kürze zusammen. „Internet ist, als würde man gleichzeitig in einer Kneipe sitzen, Zeitung lesen, Telefonieren, Kaffee trinken, in einer Bibliothek stehen, Bahn fahren, Briefe schreiben“, erklärte da jemand namens ,,wondergirl”. Der Sog, die eigene Faszination fürs digitale Kommunizieren noch ein bisschen virtuoser zu erklären, zog viele weitere an. Nicht zuletzt war vielleicht sogar eine wunderbare Belohnung für die Investition des eigenen Gehirnschmalzes zu erwarten, sollte sich etwa die 90-Jährige direkt und netzöffentlich äußern. Tatsächlich schrieb sie später: „Liebe Gratulanten, vielen Dank für die vielen netten Einträge. Ich habe mich sehr gefreut! I bin a Münchnerin! Eure Marga.“
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Der Vorwurf von Banalität macht am häufigsten die Runde, wenn Offliner die Onliner auf ihre Netzaktivitäten ansprechen. Wetter, Fernsehen und Technikärger sind an manchen Tagen tatsächlich die meistverbreiteten Themen im alltäglichen digitalen Geschnatter. Doch geht es häufig weniger darum, über Inhalte zu diskutieren, als darum, persönliche Beziehungen herzustellen: Man sei nicht mehr länger mit ein paar Freunden und Verwandten allein auf dieser Welt, deutet Torsten, PR-Manager und Buchautor, dieses Phänomen. „Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit könnten wir uns ein umfassendes Bild von den Menschen machen, die zeitgleich mit uns auf diesem Planeten leben.“
Dieses große Wort von der Menschheitserfahrung hält auch Christian, Chefredakteur einer Tageszeitung am Rhein, für nicht zu hoch gegriffen: „Viele versagen sich die wunderbare Erfahrung, wie sehr das neue Netz der Welt Grundbedürfnissen der Menschheit entspricht: Kommunikation, Zuwendung, Nähe.“ Auch er, 50 Jahre alt, erzählt gerne diese Geschichte einer Dame mit dem Vornamen Ka-Rike, die sich als „verrückt, alt, laut, lustig, unverbesserlich“ bezeichnete und die sich in den Gefilden der „Tweets“ bewegte: einer Internetseite, deren Markenzeichen in der Begrenzung auf 140 Zeichen pro Beitrag besteht. Das sind kaum drei Sätze. Dennoch hat sich Twitter, der US-Dienst hinter den „Tweets“, weltweit als Austauschmedium etabliert, vermutlich nicht trotz dieser Kürze, sondern wegen ihr. Und wegen ein paar zusätzlich eingebauter Mechanismen, die es nach Erlernen der grundlegenden Kulturtechnik einfach machen, das weltweite Gewaber von Millionen Beiträgen pro Tag zu sortieren, 99 Prozent davon ungelesen zu lassen und auf ein überschaubares, interessantes Maß von Neuentdeckungen zu reduzieren.
Bei diesem Twitterdienst fand Ka-Rike interessante Gesprächspartner. „Wie so oft bei interessanten Typen und vitalen Kreisen im Netz blieb es nicht bei der Annäherung im Digitalen“, erzählt der Journalist. „Es kam zu Treffen mit anderen Twitterern im Analogen.“ Was sich im Fall von Ka-Rike als angenehm herausstellte: Junge Blogger unter 20 unterhielten sich gerne mit der deutlich Älteren, die man bisher nur aus dem Netz kannte. Sie erschien den anderen auch „live“ spannend, war hier ebenso wie im Web für viele eine bemerkenswerte Persönlichkeit.
Doch dann kam ihr privat etwas dazwischen – etwas, über dessen Gründe laut Christian nur angemessen zurückhaltend im Netz geschrieben wurde.
185 Tage lang gab es kein Sterbenswörtchen mehr von ihr. Sie machte, nur so viel soll bekannt werden, eine harte Phase durch. Und als sie sich nach einem halben Jahr wieder zurückmeldete, schlug ihr eine Welle von Zuneigung entgegen: „Du hast gefehlt, schön, dass Du wieder da bist“, hieß es etwa öffentlich. Manche persönlichen Mitteilungen zu ihrer Rückkehr „ins Netz“ trieben ihr beim Lesen die Tränen in die Augen. „Sie sah sich vergessen, doch die Energien, die Twitter beleben und die dank social media weithin und so herrlich unkalkulierbar fließen, entfalteten sofort wieder ihre Wirkung“, sagt Christian.
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„Die Begriffe Internet und Freundschaft widersprechen sich nicht“, meint Dirk, Blogger aus Hannover seit 1998. Einer seiner mittlerweile besten Freunde sei „eine Onlinebekanntschaft“. Auch Isabell, 24, hat mithilfe des Netzes eine Freundschaft vertieft, aus der am Ende mehr wurde: Als studentische Hilfskraft hatte sie sich an der Universität in einen Mann verguckt, Doktorand. „Sosehr ich auch suchte, ich fand nie eine Gelegenheit, ihm mein Interesse zu signalisieren – und viel zu schüchtern war ich sowieso. Verbale Kommunikation Fehlanzeige. ,Man kann nicht nicht kommunizieren‘, heißt es. Doch wenn heimliche Blicke unentdeckt bleiben, dann kommuniziert man wirklich nicht.“ Schließlich suchte sie ihn im Studenten-Netzwerk StudiVZ auf – und ließ ganz bewusst eine virtuelle Schutzkappe am Computer ausgeschaltet, sodass der andere sehen konnte, wer ihn da virtuell besucht hatte. Erst da ahnte er, dass sein durchaus vorhandenes Interesse auf Gegenseitigkeit beruhen könnte. Die beiden sind bis heute ein Paar.
Doch muss ja nicht gleich der Mann fürs Leben gefunden werden. Das Digitale mag gelegentlich auch nur dabei helfen, sich nicht aus den Augen zu verlieren. „Meine Generation ist mobiler als jede zuvor, und doch halten wir den Kontakt“, meint Isabel. Dazu taugen etwa die Dienste Facebook und Stayfriends: „Nach fast 40 Jahren habe ich meine alte Zimmermitbewohnerin aus dem Internat im Internet wiedergefunden“, erzählt etwa Vera. „Facebook ist meine virtuelle Bürogemeinschaft geworden“, berichtet auch Julia, die als Ich-AG die meiste Zeit alleine im Büro verbringt. „Hier kann ich kurz chatten, frage Kollegen um ihre Meinung oder um Tipps.“ Über den Telefondienst Skype treffe sie mittlerweile regelmäßig eine Freundin aus einer anderen Stadt zum Mittagessen. Durch das Regelmäßige dieses „Dates“ – eine jede sitzt vor ihrem Bildschirm – habe sich ihr Essverhalten verbessert. Sie nehme sich nun wirklich die Pause zum Essen.
Wie Facebook und Skype entfalten auch manche anderen neuen Dienste ihren Nutzen erst im Zusammenspiel der Medien. Sie beziehen auch jene ein, die sonst nicht so leicht an dem Gespräch teilnehmen könnten. Etwa Jule. Die 28-Jährige ist gehörlos und muss daher auf die Untertitel der TV-Sender vertrauen. Anders als viele Fernsehzuschauer mit Gehör kann sie Lippen lesen: „Arne Friedrich zu Jogi: ,Ohne Dich hätte es diese eingespielte Mannschaft nicht gegeben‘, schrieb Jule Sekunden nach der TV-Szene im Spiel der Fußball-WM in ihr Twitterkonto. Mehrere Hundert ihrer Leser konnten so am Computer etwas besser verstehen, warum der Bundestrainer seinen Verteidiger anschließend sichtbar gerührt umarmte.
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Die Schwäbin spielt damit mit ihrer Fähigkeit zum Lippenlesen eine besondere Rolle – und eine Behinderung wird zur Stärke. Sie nutzt dafür die Echtzeitkommunikation des Webs. Das wird zusehends Alltag im Internet: Großereignisse im Fernsehen bekommen inzwischen regelmäßig eine zweite Kommunikationsebene im Web. Der Trend geht zum Zweitschirm. Mit dem Laptop auf dem Schoß oder dem Handy in der Hand kommentieren Zuschauer das Livegeschehen im Fernsehen, aber auch die Nachrichten auf Webseiten, ihre Erlebnisse bei der Arbeit, ihre Sorgen im Alltag und nicht zuletzt die Kommentare anderer Kommentatoren.
Bei Facebook, Twitter, StudiVZ und Co. fließen auf diese Weise permanent neue Beiträge in die Datenbanken. Bei Twitter heißen die Beiträge „Tweets“, bei StudiVZ „Buschfunk“. An den Pinnwänden und in den sogenannten Timelines werden diese Beiträge umgehend veröffentlicht. Meist sind sie nur für eine persönliche Leserschaft bestimmt, doch von vielen werden sie auch zum Mitreden an den Stammtischen weit entfernter Bekannter genutzt. Noch nie wurde so viel Geschwätz verschriftlicht. Und noch nie war es leichter, darin einzusteigen.
In den Datenbanken landen täglich Millionen Beiträge. Daraus sortieren Maschinen in Sekundenbruchteilen das Relevante: Mit den richtigen Stichworten kann sich jeder sein persönliches Informationspaket zusammenstellen. Grundlage ist, für wessen Botschaften man sich interessiert. Wer etwa die Beiträge der Lippenleserin Jule empfangen möchte, muss sich ihr Pseudonym @EinAugenschmaus ins Profil eintragen. Ein paar Dutzend oder auch mehrere Hundert solcher Bekannten klickt man sich so schnell zusammen, zumal die „Friends“ und Favoriten der anderen Bekannten schnell nachschlagbar sind. Facebook geht einen Schritt weiter und schlägt von sich aus neue Bekanntschaften vor – auf Basis der gemeinsamen Freunde mit anderen.
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Zum andern sortieren die Maschinen sämtliche Beiträge nach sogenannten Hashtags. Das sind Stichworte mit einer Raute davor, wie zum Beispiel #ableseservice. Wer will, kann mithilfe spezieller Programme hinterlegen, dass ständig und umgehend neue Veröffentlichungen auch von Unbekannten in der persönlichen Timeline auftauchen, wenn sie nur den Hashtag enthalten.
Diese Timeline, persönliche Zeitleiste, füllt sich am PC, Laptop oder auf dem Handy zusehends mit großen und noch mehr kleinen Ereignissen. „Mails werden schnell und meist fehlerhaft geschrieben, Streichungen als Stilmittel verwendet, Emoticons wie
gesetzt, um Gefühle auszudrücken“, beschreibt Torsten die digitalen Gebräuche. Auf den riesigen Serverfarmen von Facebook, Myspace, Google und Twitter werden diese Minibotschaften in Bruchteilen von Sekunden hinterlegt und sind wieder abrufbar für fast jeden, der nach einer bestimmten Information sucht. Suchmaschinen verschlagworten und verorten diese Informationsschnipsel.
Doch es gibt noch mehr Mechanismen: den ,,Gefällt-mir-Button“ bei Facebook, die „Retweet“-Funktion bei Twitter oder den „Digg“-Klick beim gleichnamigen US-Dienst. Darüber werden besonders lesenswerte Dinge im Netz herumgereicht. Listendienste wie Digg und favstar.fm machen aus dem täglichen Gewaber übersichtliche Hitparaden der populärsten Miniveröffentlichungen. Es zählt die größte Aufmerksamkeit. Die kleinste Einheit in dieser Aufmerksamkeitsökonomie stellt nach Ansicht von Jeff, Medientheoretiker aus den USA, der Link dar: der anklickbare Querverweis auf die Quelle. Je mehr Links auf eine Quelle verweisen, desto wichtiger ist sie.
Da machen auch etablierte Medien mit: „Time Magazine“ stellt inzwischen regelmäßig generalstabsmäßig Hunderte solcher Listen zusammen. Seine meistgeklickten Artikel erscheinen hier sowieso, dazu so ausgesuchte merkwürdige Dinge wie die „Top Ten Fake Bands“ bis zu den „zehn wenigsten Dingen, die Sie über Geld wissen sollten“.
Selbst die meistbeachteten Listen dieser Listen sind eine eigene Rubrik wert. Und die zehn am wenigsten beachteten Artikel taugen ebenso für eine Klickstrecke im endlosen Speicherplatz des Internets.
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Manches ist nur ein Ozean des Unfugs, urteilt Christian, Journalist aus Hamburg. Manches aber ist – bei aller Kürze – auch einen renommierten Grimme-Preis wert, wie etwa Florian jüngst bewies. Mit seinen „Tiny Tales“ schafft der Werberegisseur aus Düsseldorf es oft, in nicht mehr als 140 Zeichen eine Geschichte zu erzählen: „Er schwebte auf das Leuchten zu. Es stimmte: der Tunnel. Das helle Licht. Nun war es also vorbei. Eine Stimme ertönte. ,Es ist ein Junge!‘“ 9500 Leser haben sich dafür eingetragen, solche Beiträge von Florian zu lesen.
Wo die Aufmerksamkeit für solche Beiträge steigt, lässt sich vielleicht auch bald Geld verdienen. Flattr ist so ein Dienst, der darauf hofft. Das schwedische Fünf-Mann-Unternehmen bietet seit einigen Wochen den Flattr-Button als bequem einbindbares Anklickfeld unterhalb von Veröffentlichungen im Web an. Die Idee: Der Benutzer zahlt freiwillig eine monatliche Gebühr an die Flattr-Leute. Findet er als Leser einen starken Bericht, ein besonders gelungenes Foto, Video oder Programm im Web, genügt ein Klick auf den Button, und der Publizist bekommt einen Anteil des monatlichen Budgets des Lesers.
Findet man als Leser viele weitere starke Berichte und lobt sie per Klick auf den Flattr-Button, reduziert sich der Anteil für den jeweiligen Publizisten – das Budget des Lesers bleibt stets das gleiche. Am meisten verdient daran zunächst einmal Flattr: zehn Prozent des Medienbudgets der Leser. Doch machen einige Blogger ganz gerne Werbung für den Dienst, indem sie ihn in ihre Seiten einbauen. Verwundert fast berichten sie von drei- und vierstelligen Euro-Einnahmen.
Doch das Verfahren ist letztlich für viele überzeugend: Wer würde sich jemals fürs Bezahlen eines guten Artikels im Web freiwillig und aufwendig registrieren, wenn er beim Surfen im Web mal nur 0,01 Euro, mal zehn Cent zu zahlen bereit ist? Die Summe aller Teile macht’s. Inhaltlich am erfolgreichsten ist Flattr allerdings nicht bei den aufwendigen Recherchen, sondern beim Bekämpfen von Rechtsextremen, bei Kritik an der „Bild“-Zeitung oder der Regierung, wie kürzlich die „taz“ analysierte – und bei Berichten über Flattr.
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Diese Vernetzung überwindet nicht nur Städte und Generationen, sondern auch Kontinente. Wenn im Hudson River in New York ein Flugzeug notwassert, ist der Tweet eines Augenzeugen und sein spektakuläres Foto binnen Sekunden von dessen Bekannten bei Facebook weiterverbreitet. Und von dort geht solch ein Foto um die Welt.
Dabei hatten Mark, Eduardo und Dustin ursprünglich nur die Studierenden der Harvard University in der Nähe von Boston in den USA im Sinn, als sie ihr Facebook-Verzeichnis vor gerade einmal sechseinhalb Jahren gründeten. Anfangs hinterlegte man lediglich seine persönlichen Daten, ein bisschen aus dem Lebenslauf, seine E-Mail-Adresse. Daraus wurde schnell mehr: Heute dominieren die Pinnwände mit den frisch eingestellten jüngsten Beiträgen von Bekannten, Statusmeldungen über eingegangene Bekanntschaften mit anderen, es zählt das Netzwerken. Facebook zählt heute 400 Millionen aktive Nutzer weltweit – und ist doch weiterhin ein Zuschussgeschäft. Zahllose Investoren pulvern Monat für Monat neue Millionen Dollar in neue Serverfarmen und Netzwerkanbindungen, in Programmierarbeiten und in die Verknüpfung mit anderen Diensten. Getrieben wird Facebook von der Hoffnung, daraus ein lukratives Geschäftsmodell zu entwickeln: irgendwas mit Werbung.
Gegenwärtig richtet Facebook das Augenmerk vor allem darauf, die Reichweite des Dienstes zu vergrößern und immer neue Schnittstellen herzustellen; wie etwa zum Telefonbuch auf dem Handy, zu Spielen für den Zeitvertreib à la Farmville oder zu den anderen Medien im Netz. Jüngste Erfolge: Eine Veröffentlichung bei Facebook lässt sich so einstellen, dass sie auch bei Twitter erscheint. Und umgekehrt. Und auf vielen Webseiten erscheint neuerdings häufiger der ,,Gefällt-mir“-Button von Facebook, sodass man beim Surfen über die Webseiten von „Spiegel Online“ und Co. seine Facebook-Bekannten auf vermeintlich interessante Artikel hinweisen kann.
Kritik entflammt an dem immer tieferen Eindringen von Facebook und Co. in die Privatsphäre. Wenn jemand den ,,Gefällt-mir“ Button auf einer Webseite über Schwangerschaftskurse geklickt hat und dann bei Amazon.de öffentlich einsehbar Bücher über natürliche Geburten auf einer Wunschliste markiert, ahnen wahrscheinlich die vernetzten Kollegen viel früher als geplant, dass da etwas im Schwange ist. Manches veröffentlicht sich ohne persönliches Zutun: Jüngst hat der Hamburgische Datenschutzbeauftragte ein Bußgeldverfahren gegen Facebook eingeleitet, weil der Dienst aus den Adressbüchern seiner Teilnehmer angeblich jene Einträge von Bekannten ausgewertet hat, die noch nicht bei Facebook sind.
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Vor 25 Jahren noch waren die Hauptnachrichten um 20 Uhr das TV-Ereignis des Abends. Kritik des Publikums an Nachrichten und ihrer Darstellung war ungewöhnlich, sie kam erst allmählich über die per Brief und später telefonisch erreichbaren „Zuschauerredaktionen“ auf.
Heute fängt die Medienkritik schon beim Entstehen der Veröffentlichungen an, wie letztlich auch dieser Text beweist: Die im Text genannten Akteure und noch einige ungenannte Leser mehr haben im Vorfeld dieses Artikels per Internet daran mitgeschrieben und ihren Teil beigetragen – und es bleibt zu erwarten, dass auch nach Veröffentlichung dieses Textes die Diskussion weiter geht. Denn bei ,,digital natives“ ist alles im Fluss.
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7 Fragen an den Experten Stefan Keuchel, sehr persönlich agierender Internetnutzer und Sprecher von Google Deutschland
Neulich schrieben Sie* öffentlich: „Mit dem Töchterchen beim Kindergottesdienst in der St. Pauli Kirche http://twitpic.com/22bqlu – sie liebt das
“ Dazu sah man eine durchaus intime Szene von Kindern vorm Altar in einer Kirche in Hamburg. Warum veröffentlicht ein Google-Sprecher so etwas?
Jeder, der mir bei Twitter folgt, weiß, dass ich dort nicht nur als Google-Sprecher unterwegs bin, sondern auch als Privatperson Stefan Keuchel. Ich twittere bewusst nicht nur über Google, sondern versuche eine Balance zu finden zwischen beruflichen und persönlichen Dingen. Das mag zwar eine etwas ungewöhnliche Form sein, aber das Feedback, welches ich zu meiner speziellen Art der Twitterei erhalte, ist durchaus positiv. Intime Dinge poste ich dort nicht. Die Devise: persönlich, aber nicht privat.
Was sagt Ihre Frau dazu, wenn Sie so öffentlich auch mit persönlichen, eigentlich doch privaten Erlebnissen sind?
Ein Foto aus einer Kirche ist meines Erachtens nicht intim. Meine Frau, „wife2.0“, wie ich sie gern nenne, ist selbst im Web unterwegs. Darum hat sie Verständnis für meine Netz-Aktivitäten.
Wie vermitteln Sie Ihrer Tochter Medienkompetenz? Und wann ist man überhaupt kompetent im Umgang mit Medien?
Medienkompetent ist man, wenn man Funktionsweise, technische Hintergründe und Abläufe eines bestimmten Mediums versteht und anwenden kann. Meine Tochter ist erst zwei. Da sie aber im wahrsten Sinne ein „digital native“ ist, wird sie völlig selbstverständlich den Umgang mit dem Internet erlernen. Sie wird ganz natürlich damit aufwachsen. Als Elternteil ist man gefordert, sich mit seinem Kind vor den Computer zu setzen und zu erklären.
Ist Privates in der neuen Welt des Smartphones und Laptops ein Relikt aus der Vergangenheit, um das man kämpfen muss?
Die Privatsphäre ist ein Gut, um das es sich zu kämpfen lohnt. Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob die Vorteile, die man durch technische Hilfsmittel wie Smartphones, Netbooks etc. hat, eventuelle Nachteile aufwiegen. Ein Beispiel: In Deutschland stecken „Location Based Services“, ortsbezogene Dienste wie Four-square oder Gowalla in den Kinderschuhen. Hier muss ich meinen Standort bekannt geben, um Punkte zu sammeln oder ein Angebot aus der Nähe zu erhalten. Vorteil: Ich bekomme ein tolles Angebot, Nachteil: ich gebe wildfremden Menschen meinen Aufenthaltsort bekannt.
Was sind denn die Vorteile solcher Dienste? Wir kamen früher doch auch ohne Twitter, Foursquare und Ähnlichem aus.
Die Vorteile können vielfältig sein. Ob das Coupons oder Rabatte sind, die ich erhalte, oder über einen Dienst wie Google Latitude sehen kann, wo sich meine Freunde gerade aufhalten. Selbstverständlich kann man auch ohne solche Services gut leben.
Sie sind im Web besonders bei Twitter aktiv, obwohl der Dienst nicht zu Google gehört. Was bringt das Ihrem Konzern?
Ich arbeite unter anderem deshalb so gern für Google, weil wir eben genau so nicht denken. Über Twitter lassen sich Nachrichten in Echtzeit kommunizieren. Zum Beispiel auch, wie geschehen, wenn unser E-Mail-Dienst Gmail ausfällt. So profitiert auch mein Arbeitgeber davon.
Andere sehr öffentliche Personen im Web sind Stalkingopfer geworden, etwa Sascha Lobo, dem ein paar Halbstarke auflauerten.
Zwischen Sascha Lobo und mir liegen 30 000 Follower. Das ist eine komplett andere Liga. Ich hatte bislang nur angenehme Erfahrungen.
*Tatsächlich haben wir das Interview per du geführt. In der Zeitung ist jedoch die Anrede mit “Sie” erprobt und üblich – aus dem einfachen Grund, dass es mehr Distanz zum Gesprächspartner vermittelt.
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Die Pfennigweisheiten haben Konjunktur. In der digitalen Welt der Kurzbotschaften hat sich eine Szene etabliert, die besonders süffisante, treffende, lustige Sinnsprüche weiterreicht oder als Favoriten markiert („favet“). Der Aphorismus, diese einst analoge Form der Gedankensplitter, wird digital wiedergeboren. Schon Ernest Hemingway erzählte die legendäre Sechs-Wort-Story: „For sale: baby shoes. Never worn.“ Zu der Geschichte wird, was sich dazu im Kopf abspielt. Doch manche der Favoriten, die auf Internetseiten wie favstar.fm als neue Beliebtheitslisten veröffentlicht werden, sind einfach nur krude Momentaufnahmen oder, wie es ein Leser zusammenfasste, Brachialkalauer. Solche Fundstücke wie die folgenden findet man auch bei Diensten wie twitkrit.de oder in denFavoriten von Twitter-Nutzern.
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Glossar
Facebook ist das am meisten verbreitete soziale Netzwerk der Welt. Über die Internetseite stellt man Kontakt zu Bekannten und Kollegen her. Über persönliche Statusmeldungen hält man sich gegenseitig auf dem Laufenden. Der kostenlose Dienst aus den USA bietet sehr genaue Einstellmöglichkeiten dafür, wer von den Bekannten was lesen darf – andererseits sind die Einstellmöglichkeiten so komplex, dass sie eher verwirren als helfen.
Tweet ist ein Beitrag bei Twitter, der Konkurrenz zu Facebook. Er ist auf 140 Zeichen begrenzt: genau so viele wie in diesem Absatz stehen.
Kurzlinks sind die verkürzten Querverweise auf Internetquellen, wie zum Beispiel http://j2j.de/texperiment als Kurzadresse für eine Webseite bei Google, die eigentlich eine viel längere und schwieriger einzutippende Adresse hat.
Streisand-Effekt: Geht zurück auf die Schauspielerin Barbara Streisand, die gegen die digitale Weiterverbreitung von Fotos ihres Anwesens vorging – und sich damit den Zorn von Fans zuzog. Das Ergebnis war niederschmetternd, im Grunde ein Paradox: Das Bild fand sich plötzlich von zahlreichen Netznutzern digital weiterverbreitet.
Tablet-PC: Er ist der jüngste Schrei in der digitalen Welt: eine portable Glasscheibe mit Computerfähigkeiten darin. Eine Tastatur wird als Bedienfeld angezeigt, gesteuert wird das Gerät mit dem Zeigefinger auf der Glasoberfläche. Der Tablet-PC taugt per Datenanbindung übers Handynetz oder ein privates Computernetz vor allem zum Internet-surfen und E-Mails-Lesen, hinzu kommen sogenannte Apps, Applikationen (= nur fürs jeweilige Gerät bestimmte Software-Anwendungen). Apple hat mit dem iPad den Standard für dieses neue Produktgenre gesetzt – und verpflichtet Softwareunternehmen dazu, viele Regeln in Sachen Bedienung und Inhalte zu beachten. Dank solcher Lesegeräte erwarten Experten künftig eine steigende Bedeutung der sozialen Medien unter den Internetdiensten.
Gruscheln ist die Verknüpfung zwischen grüßen und kuscheln – im Netz StudiVZ steht dies dafür, an der Pinnwand eines Bekannten einen freundlichen Gruß zu hinterlassen.
Fernseher 2.0: Hochaufgelöstes Fernsehen, die HD-Technik, schafft neue Qualität bei der Bilddarstellung. Allerdings werden Dinge wie der Empfang und das Aufnehmen komplizierter, denn es konkurrieren mehrere Übertragungswege miteinander. DVB-T (durch die Luft), DVB-S (via Satellit), DVB-C (übers Kabelnetz) und IPTV (über einen DSL-Anschluss) erfordern jeweils eigene Receiver. Eine HD-Sendung darüber aufzunehmen und wieder abzuspielen wird kompliziert – doch wenn’s einmal läuft, ergeben sich komfortable neue Möglichkeiten wie zeitversetztes Fernsehen, Anhalten einer laufenden Sendung, elektronische Programmführer und Aufnahmemöglichkeiten aus der Ferne per Handy. Die Kehrseite: Gemeinsame TV-Ereignisse werden seltener – und sind höchstens noch bei Liveveranstaltungen wie einer Fußball-WM gemeinschaftstiftend. Doch selbst dabei ergeben sich wegen unterschiedlicher Übertragungstechniken Verzögerungen von 30 Sekunden und mehr fürs TV-Signal – sodass die einen schon jubeln, während die andern noch bangen.
Soziale Medien: Facebook, StudiVZ und Twitter sind nur drei Beispiele von Internetangeboten, über die Netznutzer sich untereinander über persönliche Erlebnisse, die kleinen Sorgen des Alltags und das große Ganze unterhalten. Diese Angebote sind nicht mehr an den PC und den Internetbrowser gebunden. Durchs Koppeln mit dem Handy, durchs Hinterlegen von Ort und Zeit eines Kurzbeitrags oder durch die simple Verschlagwortung für ein gemeinsames beobachtetes Ereignis entsteht eine neue Qualität von Mininachrichten: Wer teilnimmt, kann mit einem gewissem Aufwand nur einen Ausschnitt persönlicher Nachrichten eines eingestellten Kreises von Bekannten, zu einem bestimmten Ereignis oder zu einem Ort wie einem Restaurant auch von Fremden wahrnehmen – und das bereits Sekunden nach der Veröffentlichung.
Der Augenzeuge: Milliarden von Kurznachrichten werden täglich in die sozialen Netzwerke eingespeist. Übers Handy oder den PC erreicht jede Kurznachricht zunächst nur den Kreis jener Bekannter, die einmal eingestellt haben, dass sie sich generell für diese Miniveröffentlichungen des Urhebers interessieren. Wenn jener Augenzeuge eines gravierenden Ereignisses wie einem Flugzeugabsturz wird und womöglich auch noch ein Handyfoto davon veröffentlicht, pflanzt sich die Nachricht wie von selbst binnen Sekunden fort: über seine Bekannten und deren Bekannten bis hin zu den professionellen Nachrichtenagenturen. Falschmeldungen und vermeintliche Sensationen erleben so allerdings eine neue Öffentlichkeit – und Nachrichtenprofis in den klassischen Medien schauen genauer hin, wer der Urheber ist und ob sich die Nachricht aus anderen Quellen bestätigen lässt.
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Mein herzlicher Dank gilt Bernhard M., Christian L., Daniel B., Dirk K., Evangeline C., Hendrik B., Isabell P., Jan C. R., Jürgen B., Jo, Julia S., Karl B., Kathrin G., Max D., Ronald M., Sebastian S., Stefan A., Stefan K., Tim C., Torsten Sch., Vera B., Verena G. sowie mehreren namentlich nicht genannten hilfreichen Hinweisgebern, ohne deren Unterstützung und Zuspruch dieser Text nicht entstanden wäre.
Das PDF des 7. tags zum Download: Seite 1 (4,45 MB) / Seite 2/3 (3,21 MB)













Marcus Schwarze (msc), Jahrgang 1969, schreibt für die HAZ seit den Anfängen der Digitalen Revolution Mitte der neunziger Jahre über ihren Nutzen, ihre Ausprägungen und Auswirkungen sowie über ihre Gefahren.
Ganz großes Kino dieser Artikel! Macht riesig Spaß, ihn zu lesen und er gibt ein sehr reales Bild der Kommunikationswelt in der wir heute leben wieder. DANKE!
Hatte beim ersten Absatz des zweiten Abschnitts erst ein bißchen Bedenken wegen der vielen für Offliner neuen Bezeichnungen; ein wenig mehr hätte ruhig noch erklärt werden können. Der Beitrag ist aber klasse geworden und gibt einen guten Überblick darüber, was alles geht.
Hallo,
als mitmachender Online muss ich sagen, dass diese Form des Vorgehens auch für mich sehr ungewöhnlich war. Autor Marcus Schwarze hat aber trotz aller Kontributionen immer noch die meiste Arbeit von uns allen gehabt, denn im uns zur Verfügung gestellten Textdokument steckte bereits viel Vorarbeit und auch das Zu- und Aussortieren der Beiträge war sicherlich keine leichte Aufgabe.
Für den Workflow hätte ich mir gewünscht, dass es nicht nur ein großes Dokument gibt, sondern versch. Tabellenblätter für die jeweiligen Fragestellungen. Auch war nicht immer zu erkennen, wer was wann zugefügt oder entfernt hat.
Ich denke, an dieser Stelle sei noch ein weiterer Hinweis erlaubt: In meinem Blog “Medienlotse” berichte ich täglich über neueste Entwicklungen rund um Kommunikation und soziale Netzwerke. Ich versuche dabei, nicht in ein Fachchinesisch zu verfallen, sondern so zu schreiben, dass es auch meine Oma verstünde. Gerne können Sie mir im Blog Feedback hinterlassen.
MfG,
JCR
[...] Ergebnis könnt Ihr Euch online auf seinem HAZ-Blog anschauen: Texperiment, das Ergebnis: Wie Kommunikation 2010 funktioniert. Die textliche Produktion wurde ganz simpel über ein Google Doc [...]