Das „neue Fernsehen“: HDTV, simple Recorderprogrammierung und Internet

Fernsehen aus der Hosentasche: Auf dem iPhone erscheinen die Aufzeichnungen und auch das Programm der TV-Sender. Das Handy dient als Fernbedienung für den Videorecorder im Wohnzimmer. (Foto: Schwarze)

Fernsehen aus der Hosentasche: Auf dem iPhone erscheinen die Aufzeichnungen und das Programm der TV-Sender. Das Handy dient als Fernbedienung für den Videorecorder. (Foto: Schwarze)

Die Telekom etabliert das neue Fernsehen: ein HDTV-Paket aus dem Internet mit simpler Recorderprogrammierung. Neben den Fernsehkanälen werden damit auch persönliche Medien wie Fotos, Musik und Privatvideos sichtbar — sobald noch einige technischen Hürden genommen sind.

Die Deutsche Telekom will mit aller Macht ihre bislang als exotisch eingeschätzten VDSL-Kabel in Deutschland als vierten Übertragungsweg fürs Fernsehen etablieren – neben den bereits bestehenden Kanälen Satellit, Terrestrik und Kabel. Wie das Unternehmen jetzt auf der CeBIT Preview in Hamburg bekannt gab, startet es zur CeBIT Anfang März mit neuen Produkten, die dem schnellen Internetanschluss zum Durchbruch verhelfen sollen.

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Kleine Statistik der Twitternutzung von @HAZ und Co.

Zugriffe auf HAZ.de per Bit.ly-Links im Januar 2010 in Prozent

Zugriffe auf HAZ.de per Bit.ly-Links im Januar 2010 in Prozent

Die Website twitter.com ist bei Weitem nicht die erste Wahl für Twitter-Nutzer, um interessante Inhalte auf unserem Internet-Auftritt HAZ.de zu entdecken. Nach einer Umstellung unserer mehr als 20 automatisieren Twitterkonten (zum Beispiel @haz_hannover und @haz_medien) auf den URL-Verkürzer bit.ly habe ich Folgendes entdeckt:

Die Grafik zeigt eine Statistik aller Links, die wir von HAZ-Twitter-Konten aus im Monat Januar 2010 bei dem URL-Verkürzer bit.ly eingestellt haben, und prozentual, von wo aus diese Links genutzt wurden. Zu beachten ist: Wir nutzen neben bit.ly  in Einzelfällen noch weitere URL-Verkürzer, insbesondere für unseren manuell genutzten Hauptaccount @haz, der nur geringfügig in dieser Statistik erscheint. Über bit.ly kamen im Januar mehr als 18.000 Klicks zustande.

Das Erstaunliche: Die Webseite twitter.com ist mit großem Abstand nur von sehr wenigen, nämlich nur von 16 Prozent der Twitterteilnehmer genutzt worden.

Der Großteil der Nutzer kam hingegen über direkte Links, die in anderen Programmen auftauchten: 71 Prozent nutzten die Twitter-Bit.ly-Links direkt über Erwähnungen in E-Mails, in anderen Anwendungen wie Tweetdeck oder Twhirl, in mobilen Anwendungen wie Twitterific, Twittelator oder auf dem Blackberry — oder auf Grund von Erwähnungen in Chats oder SMS.

Was beweist: Die Seite twitter.com wird von Twitter-Nutzern nur sehr selten benutzt. Vier- bis fünfmal so viele Twitterer bevorzugen andere Software oder das Handy.

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Dinosaurier erobern die TUI-Arena

Fauchende Wesen bevölkern die TUI-Arena. “Im Reich der Giganten” hieß die Show, die am Wochenende die Geschichte der Dinosaurier mit Hilfe von teilweise riesigen, ferngesteuerten Figuren erzählte.

Die multimediale Inszenierung lebte von den riesigen Pappkameraden, die mit vielfältigen Effekten das Leben und Sterben der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren veranschaulichte. Die teils ferngesteuerten, teils von Animateuren bewegten Figuren erreichten Größen von 12 und mehr Metern, eine Länge von 22 Metern und werden mit orchestraler Musik und Kommentaren des Forschers Huxley in Szene gesetzt.

So bombastisch wie die Show empfanden manche auch die Eintrittspreise, bei denen für ein Vater-Sohn-Ticket an die 100 Euro zu zahlen waren — Schulunterricht der teuren Sorte. Das Video gibt nur einen Eindruck  von der Show wider, es entstand auf einem iPhone und wurde bei Ustream abgelegt. Mehr zur Dino-Show hat Kollege Uwe Janssen aufgeschrieben.

Die eigentliche Erfindung. Der G-Reader

Vergangene Woche ist etwas vorgestellt worden, das noch lange nicht ausreichend gewürdigt wurde. Es wird zumindest meine Lesegewohnheiten weiter verändern. Ich meine den G-Reader, ein neuartiges Leseverfahren, das (auch auf Grund dieser ebenfalls nicht ganz unwichtigen, bekannt gewordenen Neuheit namens iPad) eine Schneise durch die Lesehölle Internet schlägt. Der G-Reader wird, und das ist meine persönliche Neuheit der Woche, endlich auf einem etwas größeren mobilen Display als dem iPhone zu haben sein.

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Das Wundertablett

Neun Stunden vor dem großen Moment machten einige Spaßverderber weltweit Ärger. Jason Calacani zum Beispiel, Investor aus dem Silicon Valley, veröffentlichte über den Kurznachrichtendienst Twitter zahlreiche Details des neuen Tablett-Computers, den Apple-Chef Steve Jobs wenig später im Yerba Buena Center for the Arts Theater in San Francisco vorstellen sollte. Er habe das Gerät bereits zehn Tage nutzen können, schrieb der in Kalifornien angesehene Unternehmensgründer.

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Hilfe durch Internet, SMS, Twitter? Internationale Bemühungen für Haiti

Helfer und vereinzelt auch Opfer der Erdbebenkatastrophe in Haiti nutzen verstärkt die Mittel des Internets und der noch verfügbaren Mobilfunknetze, um die Krise zu bewältigen.

Ein Bild der Lage in Port-au-Prince: Internetnutzer haben hier die Beschädigungen in der Stadt und die Lage von Notunterkünften eingetragen.

Ein Bild der Lage in Port-au-Prince: Internetnutzer haben hier die Beschädigungen in der Stadt und die Lage von Notunterkünften eingetragen.

Dutzende Freiwillige haben beim Internet-Dienst openstreetmap.nl eine Karte der eingestürzten Gebäude, der Hindernisse auf Straßen und Unterbrechungen auf Wegstrecke sowie von spontan erstellten Lagern in und um Port-au-Prince zusammengestellt. Die Anzahl der eingetragenen Markierungen reicht in die Hunderte. “Zahlreiche Anbieter von Kartendaten haben ihr Material kostenlos zur Verfügung gestellt”, hebt Andrew Turner hervor. » weiterlesen

“Kein HDTV über DVB-T”, Einsfestival HD fliegt bei T-Home Entertain raus

Das hochauflösende Fernsehen HDTV steht vor dem Durchbruch – alle wichtigen Sender erweitern zurzeit ihren Sendebetrieb. Problematisch ist allerdings die Empfangsmöglichkeit für Fernsehzuschauer. Zur Wahl stehen theoretisch die Übertragungswege Satellit, Kabel, DVB-T und das Internet. Doch nicht auf allen Empfangswegen heißt es freien Empfang fürs HDTV.

Jetzt hat auch das so genannte Überallfernsehen DVB-T auf meine Anfrage von letzter Woche reagiert: „Es wird in Deutschland über DVB-T voraussichtlich kein HDTV geben, sagte jetzt der Leiter Task Force DBV-T Deutschland von ARD und ZDF, Thorsten Mann-Raudies. HDTV würde einen gesamten Kanal belegen. Derzeit passen vier Programme in einen Kanal.

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Bratwurstjournalismus, wikipedisiert

Ich gebe zu: Mir saß der Schalk im Nacken, als ich gestern nach einem Wortwechsel mit Daniel Schultz aus Berlin den Begriff des Bratwurstjournalismus bei Wikipedia verfasste. Es geht dabei um eine Aufgabe, die vermutlich jeder Journalist irgendwann in seiner Berufslaufbahn erlebt: ein Ereignis zu beschreiben, das sich als weniger gravierend als gedacht herausstellt; ein Ereignis, das eigentlich ein Nichtereignis war.

Aber so ist das mit der Recherche bei der sprichwörtlichen Zusammenkunft, der Ehrung, der Jahresversammlung. Da man nun schon einmal dabei gewesen ist, der Redaktionsschluss naht und die Textbox weiterhin leer bliebe, wenn man sich entschlösse, auf das Thema mangels Nachrichtenwert zu verzichten, dann müssen Autor und Leser da nun mal durch. Und zumindest die Protagonisten der Recherche sollen davon etwas haben, sich im Blatt wiederfinden und zufrieden den Artikel bis zum Schluss lesen.

Darum lesen wir immer mal wieder in unseren Zeitungen und Online-Diensten von dem bunten Kulturprogramm, das begeisterte; von dem leiblichen Wohl, für das gesorgt war; von den leckeren Bratwürsten, die sich die Teilnehmer schmecken ließen.

Hardy Prothmann hat dafür diesen etwas bösen, aber auch augenzwinkernden Begriff des Bratwurstjournalismus gefunden, benutzt und veröffentlicht. Es gab für diese Methode  zu allen Zeiten geeignete Bezeichnungen und Abwandlungen, etwa den Schnittchenjournalismus, den Gefälligkeitsjournalismus, das Runterschreiben, den PK-Abschreiber, den PR-Journalismus. Und es gab zu allen Zeiten auch Interesse für solche Artikel.

Das also schrieb ich in die Wikipedia.

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#500Momente – die Liste der 500 interessantesten Tweets

Mit zahllosen Listen konterten Nachrichtenwebsites Ende 2009 den stetig anschwellenden Strom der großen, der kleinen und der vermeintlichen Nachrichten im Web: Da gab es Listen über

Um nur mal zehn Listen zu nennen.

Das Wortspiel von Listen und Journalisten liegt nahe. Es ergibt sich ein massiver werdendes Genre – vielleicht ein Strohfeuer, vielleicht aber auch etwas, was uns in den nächsten Jahresendmonaten bleiben wird: Gib mir ein Thema, und ich mache Dir zum Jahresschluss im Dezember eine Liste daraus. Die Kriterien sind fast egal. Hauptsache, sie erwecken den Anschein einer gewissen sinnstiftenden Sortierung über einen unüberschaubaren Zeitraum.

Die neuen Listen besagen: Ich, der Journalist, habe für Dich, lieber Leser alles gesichtet und sortiert, Unrelevantes weggeworfen. Hier ist das Ergebnis. Im Zweifel zählen der Unterhaltungswert und die Klickfähigkeit. Garniert mit einem Bild oder einem Video wird das eine gerne geklickte Vorsortierung, eben ein besonderer Journalismus im neuen Jahr.

Als regelmäßiger Twitter-Leser und Twitter-Teilnehmer habe auch ich so eine Liste für den HAZ-Account bei Twitter angefangen. Ich nannte diese Liste die “#500Momente”: 500 Momente seit dem ersten relevanten Tweet in diesem merkwürdigen Universum von Twitterbeiträgen, die mir relevant, lustig oder listig (sic!) erschienen; oder die einen Moment markierten, den man auch später noch einmal nachlesen möchte. Alle halbe Stunde zwischen dem 23. Dezember 2009, 14.30 Uhr, und dem 31. Dezember 2009, 24 Uhr, ging ein neuer Tweet der #500momente unter http://twitter.com/haz heraus – vorbereitet über den Dienst Socialoomph.

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Der Twitterskandal: Twitter ist wie echtes Leben

Noch lässt der genaue Verlauf der Diskussion in den stenografischen Berichten der Landtagsverwaltung auf sich warten; doch fest steht, dass die heutigen Krawalle im Parlament des Landes Niedersachsen an Peinlichkeit nicht zu überbieten sind. Ein Twitter-Beitrag hat den Landtag dazu gebracht, seine Diskussion abzubrechen. Da ist zum einen der dümmliche Kommentar des Grünen-Abgeordneten Helge Limburg auf Twitter:

Der umstrittene Beitrag bei Twitter

Der umstrittene Beitrag bei Twitter

Man mag ja zu Schünemann eine bestimmte Meinung haben, aber in der Wortwahl “Hetzer” vergreift sich Limburg schlicht im Ton. Zudem ist es schlechter Stil, während der Debatte sich quasiöffentlich auf Twitter zu äußern, einem Medium, das noch lange nicht allen Debattenteilnehmern vertraut ist. Man könnte natürlich mal durchaus testweise eine Twitterwall im Parlament installieren und schauen, ob es die Diskussion bereichert, wenn nebenher digital kommentiert, also getwittert wird. Wie viele Veranstaltungen, auf denen soziale Medien ein Thema waren, allerdings gezeigt haben, sorgen Twitterbeiträge im Rücken von Rednern eher für Belustigung als für ernsthafte Fortentwicklung des Debattenthemas.

Nichts anderes bedeutet der Twitter-Beitrag Limburgs – eine Veröffentlichung im Rücken des Redners.

Doch müssen sich auch die anderen Abgeordneten fragen lassen, ob sie das Maß halten, wenn sie letztlich den Abbruch der Parlamentsdebatte vorantreiben. Ein einzelner Ordnungsruf vom Präsidenten, sich gefälligst an die Regeln des Anstands zu halten, hätte es auch getan. Und dazu gehört dann eben auch, in einer Gesprächsrunde das Handy ausgeschaltet zu lassen, fast so wie im normalen Umgang des Lebens, wenn man einander zuhören möchte.

Update: Inzwischen hat sich Limburg auch im Video von der eigenen Äußerung distanziert: